Tomatenglossar - Tomatenlexikon
Unser kleines Paradeiserlexikon, von A wie Anbau, über R wie Rispentomaten, zu Z wie Zucker
Hier finden Sie Kurzerklärungen zu wichtigen Fachbegriffen aus der Welt des Paradeisers und dem Tomatenanbau sowie zu internen Bezeichnungen auf unserer Website. Vermissen Sie einen Begriff? Nutzen Sie bitte unser Kontakformular, wir helfen gerne weiter.
Wissenswertes über Tomaten von A-Z, unser kleines Tomatenlexikon
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Anbau
Im Alter von ca. 50 Tagen ist die Jungpflanze bereits groß genug um ausgesetzt zu werden. Ca. 50-54 Tage dauert es, bis ein Samen zu einer jungen Pflanze herangewachsen ist und schon erste Blüten entwickelt hat.
Um die Pflanze widerstandsfähiger zu machen, wird sie von uns veredelt.
Anbaurichtlinien
Um die höchste Qualität unserer Tomaten zu gewährleisten, verzichten wir freiwillig auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutz. Durch eine exakt angepasste Klimaführung erreicht die Kultur ein optimales Wachstum.
AMA-Gütesiegel
"Austria Marketing Austria"
Das AMA-Gütesiegel bedeutet eine laufende Kontrolle der vorgeschriebenen Qualitätsrichtlinien zum Schutz der KonsumentInnen.
Belüftung
Das Klima ist ein wesentlicher Faktor im Leben einer Tomate. Wir sind daher bedacht durch eine angepasste Belüftung, Beheizung und Bewässerung eine optimale Atmosphäre zu schaffen.
Bewässerung
Ein effektives Bewässerungssystem versorgt unsere Pflanzen mit Wasser und auch mit wertvollen Mineralstoffen. Z.B.: Phosphor, Magnesium, Eisen, Kalium, Kalzium und Selen werden von den Früchten aufgenommen und machen unsere Tomaten so geschmacksvoll.
Durch den geschlossenen Bewässerungskreislauf wird der Boden dabei nicht belastet.
Chemikalien Einsatz
Alle landwirtschaftlichen Betriebe sind täglich mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert. Insektenbefall, Bakterien, Virosen usw. gefährden heute Pflanzenkulturen aller Art. Ein kompletter Verzicht auf den Einsatz von Chemikalien ist für keinen landwirtschaftlichen Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen (Arbeitsplätze, Versorgungsgarantien, Kulturausfall) möglich. Durch das strenge österreichische Lebensmittelgesetz werden Natur und Mensch keinesfalls beeinträchtigt oder geschädigt.
Dach
Unser Dachsystem ist so konzipiert, dass das Regenwasser aufgefangen wird und es anschließend in unser Bewässerungssystem eingebunden wird.
Ernte
Im Alter von ca. 12 Wochen haben die ersten Tomatenrispen ihr volles Tomatenaroma erlangt. Jetzt ist es Zeit für die Ernte! Direkt von der Pflanze legen die MitarbeiterInnen die reifen Früchte in die Tomaten-Kartons. Ein ökologisches Transportsystem bringen die Paradeiser direkt in den Supermarkt.
Fruchtertrag und Fruchtqualität
Ertrag ist uns wichtig. Aber nicht auf Kosten der Qualität! Qualität bedeutet für uns nicht nur die schöne rote Farbe, sondern vor allem Aroma, Geschmack und Frische. Durch Optimierung der Mineralstoffernährung für die Tomatenpflanze wird der Fruchtertrag, die Fruchtqualität erhöht und die Resistenz gegenüber Schadorganismen gestärkt.
Glashaus
Auf einer durchgehenden Fläche von 60 000m² (ca. 8 Fussballfelder) können unsere Tomaten in Glashäusern bei optimalen Bedingungen wachsen.
Haltbarkeit
Im vollreifen Stadium werden unsere Tomaten geerntet, sofort verpackt und geliefert. Wir verzichten bewusst auf Nachreifung. Den besten Geschmack haben unsere Tomaten bei einem Verzehr innerhalb von 5-7 Tagen.
Insekten
Insekten sind für uns nicht nur Schädlinge, sondern auch Nützlinge. Jedes für unsere Tomaten schädliche Insekt hat seinen natürlichen Gegenspieler. Die werden von uns, bei Bedarf gezielt eingesetzt.
Insekten II
Unsere günstigsten und effektivsten Arbeitskräfte sind Erdhummeln. Sie bestäuben die Blüten unserer Tomaten und ersetzten den Wind, der auf natürliche Weise die Bestäubung übernimmt.
Jahreszeiten
Tomaten/Paradeiser sind an und für sich ein Sommergemüse. Durch die moderne Glashaustechnik ist es heutzutage möglich im Jänner die Kulturen zu setzen und von März bis in den November hinein zu ernten.
Kultur
Als Kultur bezeichnen wir eine Tomatenpflanzung von A-Z (vom Samen setzen bis zur Säuberung des Glashauses!).
Licht
Vom Licht hängen Aroma und Qualität der Tomaten ab. Aus diesem Grund haben wir uns für den Standort der Sonnenregion Carnuntum bei Bad Deutsch-Altenburg entschieden.
Lycopin
Ist der Stoff welcher der Tomate ihre wunderschöne kräftige rote Farbe verleiht. Lycopin hat nämlich die Fähigkeit, freie Sauerstoffradikale zu neutralisieren, bevor sie die Körperzellen schädigen können. So kann die Tomate zum einen als wahrer Anti Aging-Star bezeichnet werden.
In der Krebsforschung wurde außerdem festgestellt, dass Lycopin bei bestimmten Krebserkrankungen vorbeugende Wirkung entfalten kann. Die prallen roten Früchte sind also nicht nur ein Gaumengenuss, sondern auch eine Wohltat für die Gesundheit!
Marienkäfer
Der Marienkäfer ist einer von vielen Nützlingen in der Tomatenproduktion. Der Einsatz des Marienkäfers im Glashaus ist aufgrund der Hitze nicht immer möglich. Der Käfer verlässt aus diesem Grund das Gewächshaus. Ausnahme Marienkäferlarven, diese fressen die Blattläuse in ihrer unmittelbaren Umgebung. Da sie nicht mobil sind.
Mehltau
Die optimale Klimaführung in unseren Glashäusern verhindert die Bildung von Mehltau. Mehltau ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene durch Pilze verursachte Pflanzenkrankheiten, die in der Regel durch einen weißen Belag (Pilzrasen) auf Blattoberflächen in Erscheinung treten. Dabei wird zwischen Echten und Falschen Mehltauarten unterschieden. Marienkäfer brauchen Mehltau als notwendiges Nahrungsmittel.
Nützlinge
Unter Nützlingen versteht man die natürlichen Feinde von Schädlingen wie Insekten, Milben, Nematoden, mikroskopisch kleine Krankheitserreger (Bakterien, Viren, Pilze, Protozoen) usw..
Einen Bericht finden Sie auch unter biologischer Pflanzenschutz.
Olivette
Die Olivetten-Tomaten sind eine längliche Tomatensorte, welche sehr oft in Italien angebaut wird. Sie ist aufgrund ihrer Ovalen-Form als essbare Dekoration in der Küche sehr beliebt.
Paradeiser
Der Name Paradeiser wird sehr gerne in Ostösterreich anstatt Tomate verwendet. Er stammt vermutlich vom Begriff "Paradiesapfel" ab und ist ein Verwandter des Erdapfels. Ursprünglich stammt der Paradeiser aus Südamerika. Heute werden Paradeiser in den meisten Ländern in Glashäusern angebaut.
Rispentomaten
Paradeiser verschiedener Handelstypen können auch als "Rispentomaten", bezeichnet werden. Die Bezeichnung "Strauchtomaten" sollte, da botanisch unrichtig, vermieden werden. Die Rispe muß dabei eine Mindestanzahl (meist zwischen 3-6 Tomatenfrüchte) an Früchten umfassen. Die Stiele müssen bei Rispentomaten frisch, gesund, sauber und frei von Blättern und sichtbaren Fremdstoffen sein.
Strauchtomaten
Paradeiser vom Strauch haben einen volleren und aromatischeren Geschmack als „normale“ Tomaten. Da diese Tomaten mit dem gesamten Zweig gepflückt werden, können sie nämlich länger ausreifen und ihren Geschmack entfalten. Das ist auch der Grund für ihr leckeres Aroma.
Temperaturführung
Die Temperaturführung im Glashaus ist eine der wichtigsten Hauptaufgaben des Betriebsleiters. Nur eine gleichbleibende Temperatur ermöglicht einen idealen Pflanzenwuchs.
Tomate
Die Tomate ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse. Umgangssprachlich wird vor allem die als Gemüse verwendete rote Frucht als Tomate bezeichnet. Ihren Namen hat die Tomate von Tomatl, dem Wort für diese Frucht in der Aztekensprache Nahuatl. Ihr botanischer Name ist Solanum lycopersicum (synon. Lycopersicon esculentum oder Lycopersicon lycopersicum), und wird auch Liebesapfel, Paradiesapfel oder in (Ost-) Österreich der Paradeiser genannt.
Treulose Tomate
Die Redewendung kommt aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, in einer Zeit, wo vor allem in Ziergärten Tomaten wuchsen. Der Anbau führte damals zu dem einen oder anderen Fehlschlag. In Italien hingegen wurden die "pomo d'ori" - Goldäpfel - längst professionell und erfolgreich kultiviert und verspeist.
Hintergrund der Redensart "treulose Tomate" war, dass die Italiener im ersten Weltkrieg zunächst mit den Deutschen verbündet waren, dann aber zum Gegner überwechselten. So setzte man die treulosen - weil Tomaten essend - Italiener mit den damals so unzuverlässigen (weil schwierig kultivierbaren) Tomaten gleich.
Tröpfchenbewässerung
Ist ein System um Pflanzen schonend und wassersparend zu gießen. Über Schläuche wird dabei das Wasser tröpfchenweise an die Pflanzen gebracht.
Das natürliche Tageslicht bestimmt die Gießmenge.
Veredelung
Um die Pflanzen widerstandsfähiger zu machen, wird sie veredelt. Dazu werden unsere Tomaten mit einer Wildtomate als Grundlage veredelt.
Vitamine
Tomaten enthalten sage und schreibe dreizehn Vitamine. Dazu gehören unter anderem die Vitamine A, C, E, Beta-Karotin und Vitamine der B-Gruppe.
Keine Auswahl
Zuckeranteil
Bei der Tomatensorte Campari F1 - unserem Premiumprodukt "Paradiso die Gaumenfreude" liegt der Zuckergehalt bei 7 - 9%. Bei den anderen handelsüblichen Paradeisersorten liegt er meist zwischen 4 - 5%.


